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Disclaimer
Die Niagara-Fälle, nach den Fällen des Iguazu im
argentinisch-brasilianischen Grenzgebiet und den Viktoria-Fällen in Südafrika,
die 3.größten Wasserfälle der Erde, befinden sich an der Grenze zwischen der
kanadischen Provinz Ontario und dem US-amerikanischen Bundesstaat New
York.
Gespeist werden die Fälle vom Niagara-River, der den Eriesee mit dem
Ontariosee verbindet. Der beeindruckendere kanadische Teil der Fälle, wegen
seiner Form "Horseshoe"(Hufeisen) genannt, hat eine Breite von 792m. Auf
US-Seite beträgt die Breite 363m, der freie Fall endet allerdings schon nach 21m
auf einer 1954 durch Felssturz entstandenen Schutthalde. Die höhe der Fälle
beträgt im Mittel 50m. Getrennt werden die beiden "Hälften" durch die oben
gelegene Insel Goat-Island (Ziegeninsel), die zu den USA gehört. Der
Wasserdurchfluß beträgt, abhängig von der Jahreszeit zwischen 2800 und 5700
Kubikmeter/s, das sind durchschnittlich 4200 Kubikmeter/s, oder 4,2 Millionen
Liter/s, also ca. das doppelte des Rhein-Durchflusses.
Je nach Tageszeit werden 25-75% der
Wassermassen zur Stromgewinnung umgeleitet.Erstmals wurde die Wasserkraft 1757
genutzt, damals wurde ein Sägewerk am Fluß oberhalb der Fälle betrieben.1881
bereits hat ein Ablenkungskanal einen Generator versorgt. 1950 haben Kanada und
die USA die Wassermenge vertraglich festgelegt, die zur Energiegewinnung
abgezweigt werden darf. Die Kraftwerke beider Länder sind ca. 6 km von den
Wasserfällen entfernt.
Aufgrund dieser Mengen ist es fast schon unglaublich, daß ab der Nacht des
29.März 1848 die Fälle für fast 30 Stunden ohne Wasser waren. Ursache war ein
heftiger Sturm, der dafür sorgte, daß Eisschollen auf dem Eriesee den Flußlauf
blockierten. Ebenfalls schwer vorstellbar ist die Tatsache, das die Fälle 1936
sogar einfroren. Im Jahr 1800 wurden die Fälle touristisch erschlossen, 1885
deklarierten die USA ihre Fälle als Naturpark, Kanada seine Seite im Jahr
darauf.
Heute wird Niagara-Touristen einiges geboten.
Zum einen steht eine Reihe von kleinen Schiffen bereit, die alle "Maid of the
Mist" heißen, mit denen man an die Fälle heran fahren kann. Dabei geht es
allerdings so feucht zu, das Regencapes ausgegeben werden, blaue auf der
kanadischen, gelbe auf der US-Seite. Ebenso bei der nächsten Attraktion: das
Begehen der Stollen hinter den
Fällen.
2003 stürzte sich ein Lebensmüder die
kanadischen Fälle hinunter, überlebte aber leicht verletzt als einziger
bekannter Mensch, der einen Sturz ohne irgendwelche Hilfsmittel überlebte. Viele
waghalsige Befahrungen endeten tödlich, der Versuch steht unter
(Geld-)Strafe.
Blick hinter die Fälle: Wie an den Münzen auf dem rechten
Bild zu erahnen ist, sind die Niagara-Fälle offensichtlich auch als
Wunschbrunnen geeignet.
Entstanden sind die Niagara-Fälle vor 12000 Jahren am Ende der letzten
Eiszeit. Als große Gletscher schmolzen, brachten sie den Eriesee zum überlaufen.
Dieses Schmelzwasser bildete den Niagara-River, der den Ontariosee speist. Seit
ihrer Entstehung haben sich die Fälle bereits über 10km dem Eriesee genähert.
Das kommt daher, das die Wassermassen am Fuß der Fälle des weiche
Schiefergestein erodieren, das sich unter dem harten Dolomitgestein befindet,
und dieses Wegbrechen läßt.
Hier die "Amis" in gelb.
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